Die Sommer-Updates: Was Notenpilot 1.2.9 und 1.3.0 mitbringen
Zwei Updates in einem Sommer: 1.2.9 brachte die tägliche Mitarbeit mit Quartalsabschluss und ein frisches Design, 1.3.0 kommt mit Fehlzeiten, Klassenbuch, Notenverlauf, Leistungsbericht und mehr. Ein Überblick über alles Neue zum Schuljahr 2026/2027.
Ende Juni habe ich hier schöne Ferien gewünscht und versprochen, die Sommerwochen zu nutzen, um Notenpilot fit für das neue Schuljahr zu machen — ohne konkrete Funktionsliste, ohne Datum. Jetzt, mitten in den Ferien, ist es Zeit für die Bilanz: Es sind zwei Updates geworden. 1.2.9 kam gleich zu Ferienbeginn, 1.3.0 kurz darauf. Zusammen sind das die größten Änderungen, die Notenpilot bisher in so kurzer Zeit bekommen hat.
Warum zwei statt eines großen Releases? Weil 1.2.9 im Kern das aufgeräumt hat, was ich im vergangenen Halbjahr im eigenen Unterricht als störend empfunden habe, während 1.3.0 die Funktionen bringt, nach denen am häufigsten gefragt wurde. Das eine ist Feinschliff, das andere ist neuer Stoff — und beides wollte ich nicht in ein einziges, monatelang reifendes Paket packen.
1.2.9: Mitarbeit, Design und ein Passwort weniger
Tägliche Mitarbeit mit Quartalsabschluss
Die wichtigste Neuerung in 1.2.9 ist eigentlich eine Verbesserung einer bestehenden Funktion — aber eine, die für mich den Alltag spürbar verändert hat. Die tägliche Mitarbeit hältst du jetzt direkt in der Stunde fest, und der laufende Schnitt ist als ausklappbare Spalte in der Notentabelle jederzeit sichtbar. Beim Quartalsabschluss übernimmst du ihn mit einem Klick als mündliche Note.
Das klingt unspektakulär, bis man sich erinnert, wie es vorher lief: Strichliste auf Papier, am Quartalsende zusammenzählen, umrechnen, abtippen. Genau das ist die Art von Buchhaltung, über die ich schon im Beitrag zur Zeugniskonferenz geschrieben habe — nicht schwierig, nur lästig und fehleranfällig.
Entsperren ohne App-Passwort
Bis 1.2.8 gab es zusätzlich zum Geräteschutz ein eigenes App-Passwort. Das ist weggefallen. Notenpilot entsperrst du jetzt mit Face ID, Touch ID oder deinem Gerätecode — also mit dem, was dein Gerät ohnehin schon sicher kennt. Ein Passwort weniger zum Merken, bei gleichem Schutz der Daten.
Für mich war das eine der Änderungen, bei denen weniger tatsächlich mehr ist: Ein zusätzliches Passwort, das man selten braucht, wird erfahrungsgemäß entweder vergessen oder so einfach gewählt, dass es kaum noch schützt.
Frisches Design
Notenpilot hat außerdem ein Feinschliff-Paket bekommen: eine neue Petrol-Akzentfarbe, deutlich bessere Lesbarkeit von Notennamen und Datumsangaben, prominentere Halbjahres- und Endnoten und viele Detailkorrekturen entlang der Apple-Design-Richtlinien.
Und unter der Haube
- Sitzplan: Noteneingaben werden beim Schließen automatisch gespeichert, und du kannst direkt von Schüler zu Schüler wechseln, ohne das Eingabefenster zu schließen.
- Notenberechnung: Behoben — bei gewichteten Unterkategorien konnte die Gesamtnote in der Tabelle anders ausfallen als im PDF-Export. Tabelle, Schülerdetail und PDF rechnen jetzt garantiert identisch.
- CSV-Import: Der Import ist abbruchsicher. Schlägt etwas fehl, bleibt dein Datenbestand unverändert. Noten- und Geschlechtsangaben werden geprüft, statt stillschweigend umgedeutet zu werden.
- Sicherheit: ein umfangreiches Härtungspaket unter der Haube, dazu zusätzlicher Schutz vor Datenverlust bei Problemen mit dem Schlüsselbund.
1.3.0: Acht neue Funktionen zum Schulstart
Wenn 1.2.9 der Feinschliff war, ist 1.3.0 der Ausbau. Acht neue Funktionen, die gemeinsam ein Muster haben: Sie holen das in die App, was bisher noch daneben lag — im Klassenbuch der Schule, in der Fehlzeitenliste, im Notizheft.
Fehlzeiten
Die Anwesenheit der ganzen Klasse erfasst du mit wenigen Klicks — ganztags, stundenweise oder als Verspätung, entschuldigt oder nicht. Im Schülerprofil laufen die Zähler mit, die Fehlzeitenliste gibt es als PDF. Damit stehen die Zahlen fürs Zeugnis da, wo sie gebraucht werden, statt am Zeugniswochenende aus Listen zusammengesucht zu werden. Wer fehlt, siehst du außerdem direkt im Sitzplan.
Klassenbuch
Pro Fach hältst du fest, was in der Stunde dran war: Stundeninhalt und Hausaufgabe, chronologisch geordnet und als PDF exportierbar. Das ersetzt kein offizielles Klassenbuch der Schule — es ist dein persönlicher Unterrichtsnachweis, der immer dabei ist. Praktisch spätestens dann, wenn Wochen später jemand wissen will, wann welches Thema behandelt wurde.
Notenverlauf und Klassenspiegel
Zwei Diagramme, zwei Perspektiven. Der Notenverlauf im Schülerprofil zeigt, wie sich die Leistung in einem Fach über das Halbjahr entwickelt hat — genau die Information, die man im Elterngespräch oder bei Grenzfällen in der Konferenz eigentlich immer braucht und bisher aus einer Zahlenreihe im Kopf rekonstruieren musste.
Der Klassenspiegel stellt die Notenverteilung dar, wahlweise für eine einzelne Arbeit oder für die Gesamtnote, inklusive Klassendurchschnitt. Für die Rückgabe einer Klassenarbeit ist das die Grafik, die man ohnehin an die Tafel malen würde.
Leistungsbericht
Alle Noten, Schnitte, Fehlzeiten und Beobachtungen einer Schülerin oder eines Schülers als sauberes PDF — die Vorbereitung fürs Elterngespräch auf Knopfdruck. Bisher gab es den PDF-Export für die Klassenübersicht; jetzt gibt es das Gegenstück für den Einzelfall.
Beobachtungen
Notiere datiert, was dir auffällt: Arbeitsverhalten, Sozialverhalten oder Sonstiges. Auf Wunsch mit Wiedervorlage, damit du zum richtigen Zeitpunkt wieder daran denkst — etwa bei der Absprache, die man in vier Wochen noch einmal prüfen wollte.
Schülerfotos
Fotos lassen sich aus Datei, Mediathek oder Kamera hinzufügen; sie erscheinen im Schülerprofil und auf Wunsch im Sitzplan. Wer eine neue Klasse übernimmt, weiß, wie viel das wert ist.
Weil Fotos personenbezogene Daten sind, war mir die technische Seite hier besonders wichtig: Jedes Bild wird verkleinert, von seinen Aufnahme-Metadaten befreit und ausschließlich verschlüsselt gespeichert. Es bleibt — wie alles andere auch — auf deinem Gerät. Die Frage der Einwilligung nimmt einem die App allerdings nicht ab: Fotos von Schülerinnen und Schülern solltest du nur mit entsprechender Erlaubnis speichern.
Benachrichtigungen für Erinnerungen
Erinnerungen können sich jetzt am Fälligkeitstag von selbst melden, mit frei einstellbarer Uhrzeit. Das Ganze ist komplett optional — und wie alles in Notenpilot rein lokal. Es gibt keinen Server, der Push-Nachrichten verschickt; die Benachrichtigung plant das Gerät selbst.
„Wer ist dran?“
Der Zufallsmodus zieht einen Schüler aus der ganzen Klasse oder aus einer Auswahl — auf Wunsch ohne Zurücklegen, damit wirklich jeder einmal drankommt. Eine Kleinigkeit, die im Unterricht erstaunlich oft nützlich ist.
Außerdem in 1.3.0
- Noten lassen sich nachträglich samt ganzer Spalte in eine Unterkategorie verschieben
- Anwesenheit direkt aus dem Sitzplan-Kopf erfassen
- Neues App-Icon im Design von macOS 26 und iPadOS 26
- Mac: Bereichswechsel per ⌘1–⌘6 und neue Menüleisten-Einträge
- Der Import warnt, wenn dein Bestand neuer ist als die gewählte Backup-Datei
- iPad: Geteilte PDFs werden direkt nach dem Teilen wieder vom Gerät gelöscht
- Überarbeitetes Tutorial, viele Detailverbesserungen und noch mehr automatische Tests
Was sich nicht geändert hat
Bei allem, was dazugekommen ist, bleibt das Fundament dasselbe: Keine einzige Schülernote verlässt das Gerät. Notenpilot arbeitet komplett offline, ohne Cloud, ohne Konten, ohne Tracking und ohne Analyse-SDKs. Die Daten liegen AES-256-verschlüsselt lokal, der Schlüssel in der Keychain, der Zugriff per Face ID, Touch ID oder Gerätecode geschützt.
Das gilt ausdrücklich auch für die neuen Funktionen. Fehlzeiten, Klassenbuch, Beobachtungen und Fotos sind zusätzliche sensible Daten — und genau deshalb folgen sie denselben Regeln wie die Noten. Benachrichtigungen laufen lokal, Fotos werden verschlüsselt und ohne Metadaten abgelegt, geteilte PDFs räumt das iPad nach dem Teilen wieder weg.
Unverändert bleibt auch: Notenpilot ist darauf ausgelegt, eine datenschutzkonforme Nutzung zu ermöglichen — die datenschutzrechtliche Verantwortung für die konkrete Verarbeitung liegt weiterhin bei der Lehrkraft beziehungsweise der Schule. Ob du eine Genehmigung der Schulleitung brauchst, hängt vom Bundesland ab; die Übersicht für alle 16 Länder ist weiterhin aktuell.
Und: Es bleibt beim Einmalkauf. Beide Updates sind für alle, die Notenpilot schon haben, kostenlos. Kein Abo, keine In-App-Käufe, keine Funktion, die nachträglich hinter eine Bezahlschranke wandert.
Zum Schuljahresstart
Wenn du Notenpilot schon nutzt: Die Updates liegen im App Store bereit. Für den Einstieg ins neue Schuljahr lohnt sich ein Blick auf den Schuljahreswechsel — er versetzt Klassen, übernimmt Schüler und Fächer und setzt die Noten zurück, sodass die ersten Septemberwochen nicht mit Verwaltungsarbeit anfangen.
Wenn du neu dabei bist: Auf der Notenpilot-Seite findest du alle Funktionen im Überblick.
Und wie immer gilt: Das meiste, was in diesen beiden Updates steckt, geht auf Rückmeldungen zurück — aus dem eigenen Kollegium, aus E-Mails, aus Bewertungen im App Store. Wenn dir etwas fehlt, hakt oder aufstößt, schreib mir gern an notenpilot@schnabel.it. Es fließt direkt in die Weiterentwicklung ein.
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Hallo, schnabel.it
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